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Whatsapp Verbot für Jugendliche – Amtsgericht Bad Hersfeld

6. Oktober 2016

Whatsapp kann für Kinder und Jugendliche gefährlich werden. Doch wie genau kam es zu dem Urteil aus Bad Hersfeld?
Der Instant Messenger Whatsapp ist nach wie vor bei Jugendlichen sehr beliebt. Die Studie Youth Panel Insight zeigt das 92% der Befragten im Alter von 12-19 Jahren angaben, dass Whatsapp die von ihnen am meisten genutzte Social-Media-App sei. Doch in der Altersangabe der Studie liegt auch ein „kleines“ Problem!

Wie kam es zu dem Urteil aus Bad Hersfeld?

Es ist eine durchaus verschreckende Geschichte, denn ein ehemaliger Schulfreund des Vaters hatte besonders die ältere Tochter über mehrere Monate mit sexuellen Nachrichten, sogenanntem Sexting, belästigt. Doch hierfür gäbe es doch eine einfache Lösung, denn man kann einzelne Kontakte bei Whatsapp blockieren. Doch nach Aussage der Tochter wurde ihr dies vom Vater verboten.
Der Vater hatte nach eigenen Angaben von den seuxuellen Inhalten der Nachrichten erst nach der Anzeige seiner Tochter erfahren.

Der Vater wurde vom Gericht dazu verurteilt, die Anwendung Whatsapp von den Smartphones seiner beiden 10- und 15-jährigen Töchter zu löschen.
Das Gericht begründete das Urteil wie folgt: „die Nutzung des Messengers „Whatsapp“ von Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren stellt grundsätzlich eine Gefahr für ihre Privatsphäre und ihre Entwicklung dar“, insofern sie nicht über eine „besondere geistige Reife“ verfügten.

Whatsapp erst ab 16 Jahren?

In meinen Vorträgen und Schulungen mit Eltern ist es meist eine meiner ersten Fragen: Wessen Kinder nutzen schon Whatsapp? Bis auf vereinzelte Hände gehen doch zumeist fast alle in die Höhe. Dann frage ich, wessen Kinder unter 16 Jahren alt sind? Auch hier sind wieder zu ca. 80% der Hände in der Luft.
Das ist auch das große Problem. Viele Eltern wissen zumeist nicht, dass laut der Whatsapp-AGB die Nutzung erst ab 16 Jahren zugelassen ist. Sie sind dann ganz verwundert und sagen Dinge wie:
„Aber es nutzen doch alle Kids Whatsapp! Soll ich es etwa meiner Tochter/ meinem Sohn verbieten?“ Das ist eine Frage die Eltern für sich selbst klären müssen. Ich aber finde, dass wir viel früher in Schulen, wenn nicht sogar schon in Kindergärten, mit Elternabenden und auch Schülerveranstaltungen auf die Gefahren, als auch auf die Möglichkeiten der neuen Medien hinweisen müssen.

Digitale Frühprävention ist die Lösung!

Kinder und Jugendliche nutzen immer früher mobile Endgeräte. Kennst du nicht auch das Bild mit dem Tablet und dem Baby? Aus meiner Sicht ist das sinnbildlich für die Entwicklung in den letzten Jahren. Die Geräte sind wortwörtlich „kinderleicht“ nutzbar und somit auch immer früher im Einsatz. Was jedoch kaum bis wenig gemacht wird ist, den Kids beizubringen wie man mit den Geräten, als auch mit sozialen Netzwerken richtig umgeht. Okay, wer soll es ihnen auch richtig erklären? Die meisten Eltern nutzen zwar die Geräte und Netzwerke, aber kaum einer weiß damit richtig damit umzugehen. Und das ist aus meiner Sicht das größte Problem von allen. Und die Lösung heißt „digitale Frühprävention“ – zumindest nenne ich so meine Eigenkreation.
Von „Wie nutze ich ein Smartphone richtig?“ bis „Wie verhalte ich mich in sozialen Netzwerken?“ sollten die Kinder und Jugendlichen eine solide Grundlage an Wissen erhalten, um sich verantwortungsbewusst und sicher in der digitalen Welt zu verhalten.

Was meinst du dazu? Macht das Sinn? Gib gerne deinen „Senf“ dazu unter meinem Posting zu dem Thema auf Facebook!

Ich freue mich auf eine gute Diskussion mit euch!

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